Die Entwicklung meiner Schreiberei

Die ersten Versuche

Ich weiß nicht mehr genau, wie alt ich war, als ich die ersten "Geschichten" schrieb, aber ich war definitiv noch Grundschülerin. Anfangs hatte ich noch Zeichentrickserien nacherzählt (und teilweise bebildert) und mich dann meinem ersten eigenen "Projekt" über ein kleines Einhorn und einen kleinen Pegasus gewidmet. Letzteres hatte ich sogar während der Sommerferien mit einer Freundin als Hörspiel aufgenommen.

 

Als Gymnasiastin schrieb ich eine Fantasy-Geschichte über ein Mädchen, das mit seinen Eltern im brasilianischen Dschungel lebt. Ich hatte auch mit einer Fortsetzung begonnen, aber entweder ist sie nie abgeschlossen worden oder zum Teil verloren gegangen.

 

Während meiner restlichen Schulzeit folgten diverse Handlungs-Skizzen und ausformulierte Roman-Anfänge, an denen ich jedoch schnell das Interesse verlor, weil mir ständig neue, noch tollere Ideen in den Sinn kamen. Die meisten meiner unvollendeten "Werke" gehörten zum Genre Fantasy, einige aber auch zur Science Fiction.

 

Dann begann mit mit dem Ende der Schulzeit ein neuer Lebensabschnitt und für einige Jahre schrieb ich nahezu überhaupt nicht.

 

Der Lernprozess

Während meines Studiums überkam mich erneut der Drang, zu schreiben, und so begann ich mit meiner Dunkelelben-Geschichte (mehr dazu unter "In Arbeit").

 

Gleichzeitig wollte ich aber auch gut schreiben. Daher ackerte ich Schreibratgeber durch und meldete mich in einem Text-Kritik-Forum an. Durch beides habe ich viel gelernt, bekam aber mit jedem neuen Lernerfolg einen besseren Eindruck über die Dinge, die ich nicht konnte. Der Dunkelelben-Roman wurde schon bei der Entstehung fortwährend überarbeitet, weil ich dieses peinliche Geschreibsel, das ich ein halbes Jahr zuvor toll fand, einfach nicht so stehenlassen konnte.

 

Während dieser Zeit (im Sommer 2007) nahm ich das erste Mal an einem Schreibwettbewerb teil. Die Autorengruppe "Drachenkinder" suchte Fantasy-Kurzgeschichten, die sich um das Thema "Menschen bzw. Kreaturen im Krieg" drehten und dabei ausdrücklich keine Helden-Geschichten waren. Die besten Einsendungen sollten in einer Anthologie veröffentlicht werden. Um zu sehen, ob mein Schreibstil ankam, habe ich mein Glück versucht. Insgesamt gab es 156 eingereichte Geschichten, von denen es 26 in die Anthologie schafften - mein Beitrag war dabei und ich war wahnsinnig stolz. Die Anthologie kam 2008 auf den Markt, ist inzwischen aber nur noch gebraucht erhältlich. Meine Kurzgeschichte hat den klangvollen Namen "Monster" und wurde unter meinem Mädchennamen Stefanie Behm veröffentlicht.

 

Ich schrieb meine Dunkelelben-Geschichte zu Ende, was mehrere Jahre in Anspruch nahm. Eigentlich hätte ich sie anschließend überarbeiten müssen, aber nach der langen Zeit konnte ich den Roman nicht mehr sehen. Trotzdem bin ich froh, das Ganze zumindest zu einem vorläufigen Abschluss gebracht zu haben. Es ist eine Sache, sich für eine neue Idee zu begeistern und ins Schreiben zu stürzen, aber eine ganz andere, dranzubleiben, auch wenn es gerade nicht so gut läuft.

 

Nach der Dunkelelben-Geschichte begann ich meinen Mehrteiler in Schneelandschaft (mehr dazu ebenfalls unter "In Arbeit") und sammelte Ideen für weitere Romane. Zum Abschluss ist nicht einmal der erste Teil des Mehrteilers gekommen, da ich das Projekt zu Gunsten meiner ersten Roman-Veröffentlichung "Magie voller Tücken" auf Eis gelegt habe.

 

Der Lernprozess ist natürlich bis heute nicht abgeschlossen. Noch immer lese ich Schreibratgeber, wenn auch inzwischen zu deutlich spezielleren Themen. Ausgelernt hat man beim Schreiben vermutlich nie, doch inzwischen halte ich meine Schreiberei für gut genug, um sie der Öffentlichkeit zu zeigen. Dass ich trotzdem anstrebe, mich von Roman zu Roman zu verbessern, versteht sich von selbst.