"Herz des Winters" von Madeleine Puljic

Klappentext

Sie ist eine ausgebildete Kämpferin. Beinahe jedenfalls. Er war zu Lebzeiten ein mächtiger Zauberer. Behauptet er.

 

Daena und ihr knochiger Gefährte schlagen sich mit schlecht bezahlten Aufträgen durchs Leben, als sie in etwas verwickelt werden, das alles bisher Dagewesene übertrifft und sie mit den Schrecken der eigenen Vergangenheit konfrontiert.

 

Ihr neuer Auftrag lautet Krieg - und der Sold ist das Überleben der menschlichen Rasse.


Die ersten Sätze

Rückblickend gesehen wäre es natürlich einfach zu sagen, all ihre Schwierigkeiten hätten erst mit Berekh begonnen. Hinterher war es immer leicht, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen und ihm die Schuld zuzuschreiben, doch die simple Wahrheit war: Ihre Misere hatte nichts mit Berekh zu tun.


Daten zum Buch

  • 231 Seiten
  • als E-Book (Kindle) und Taschenbuch erhältlich
  • 1. Band der Reihe "Herz des Winters"


Die Reihe "Herz des Winters" (abgeschlossen)

  1. "Herz des Winters" - veröffentlicht
  2. "Flammen des Sommers" - veröffentlicht
  3. "Magie der Nacht" - veröffentlicht


Meine Meinung

Die Charaktere, vor allem Daena und ihr knochiger Gefährte Berekh, sind herrlich. Sie kommen äußerst realistisch herüber, haben Ecken und Kanten und sind definitiv Sympathieträger. Ihren Dialogen (oder eher Streitgesprächen) zu folgen, macht Spaß, und man fiebert gerne mit ihnen mit. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und mitunter auch recht lustig.

 

In der Welt von Daena und Berekh wimmelt es von zahlreichen fantastischen Wesen. Manch einer mag dies vielleicht ein wenig überfrachtet finden, aber mir hat es gefallen.

 

Die Handlung hätte für meinen Geschmack etwas komplexer sein können. Sie ist oft recht geradlinig, was ich ein wenig schade finde. Der Schluss kommt sehr abrupt und hätte gern ein wenig anders ausfallen dürfen, unpassend ist er allerdings nicht. Trotz des Kritikpunktes an der Handlung, habe ich diesen Roman unheimlich gern gelesen.

 

Man mag vielleicht aufgrund des Titels "Herz des Winters" einen romantischen Roman erwarten. Romantik spielt allerdings nur eine nebensächliche Rolle, sodass der Roman auch für männliche Leser gut geeignet ist.

 

Der Roman ist in sich abgeschlossen, dennoch gibt es inzwischen einen Folgeroman namens "Flammen des Sommers", in dem mir neben den Figuren und der Schreibweise auch Handlung und Ende sehr gefallen. Wer "Herz des Winters" mochte, sollte in "Flammen des Sommers" auf jeden Fall einen Blick werfen. Der dritte Teil "Magie der Nacht" ist eine Kurzgeschichten-Sammlung, wobei die umfangreichste dieser Erzählungen Berekhs Vorgeschichte enthält und neue Facetten von dieser interessanten Figur offenbart.


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